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nietzsche unzeitgemäße betrachtungen schopenhauer als erzieher

1876. Aber es gibt eine Art zu verneinen und zu zerst�ren, welche gerade der Ausflu� jener m�chtigen Sehnsucht nach Heiligung und Errettung ist, als deren erster philosophischer Lehrer Schopenhauer unter uns entheiligte und recht eigentlich verweltlichte Menschen trat. Wer sein Leben nur als einen Punkt versteht in der Entwicklung eines Geschlechtes oder eines Staates oder einer Wissenschaft und also ganz und gar in die Geschichte des Werdens, in die Historie hineingeh�ren will, hat die Lektion, welche ihm das Dasein aufgibt, nicht verstanden und mu� sie ein andermal lernen. Um so mehr strengte ich mich an, durch das Buch hindurch zu sehen und mir den lebendigen Menschen vorzustellen, dessen gro�es Testament ich zu lesen hatte und der nur solche zu seinen Erben zu machen verhie�, welche mehr sein wollten und konnten als nur seine Leser: n�mlich seine S�hne und Z�glinge. Mu� er nicht �ber Dinge vor einer unbekannten Zuh�rerschaft reden, �ber welche er nur mit den n�chsten Freunden ohne Gefahr reden d�rfte? Gewi�,[317] er vernichtet sein Erdengl�ck durch seine Tapferkeit, er mu� selbst den Menschen, die er liebt, den Institutionen, aus deren Scho�e er hervorgegangen ist, feindlich sein, er darf weder Menschen noch Dinge schonen, ob er gleich an ihrer Verletzung mitleidet, er wird verkannt werden und lange als Bundesgenosse von M�chten gelten, die er verabscheut, er wird, bei dem menschlichen Ma�e seiner Einsicht, ungerecht sein m�ssen, bei allem Streben nach Gerechtigkeit: aber er darf sich mit den Worten zureden und tr�sten, welche Schopenhauer, sein gro�er Erzieher, einmal gebraucht: �Ein gl�ckliches Leben ist unm�glich: das H�chste, was der Mensch erlangen kann, ist ein heroischer Lebenslauf. David Strauß / Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben / Schopenhauer als Erzieher / Richard Wagner in Bayreuth Erstdruck der Sammlung: Leipzig (E.W. Damit sind einige Bedingungen genannt, unter denen der philosophische Genius in unserer Zeit trotz der sch�dlichen Gegenwirkungen wenigstens entstehen kann: freie M�nnlichkeit des Charakters, fr�hzeitige Menschenkenntnis, keine gelehrte Erziehung, keine patriotische Einklemmung, kein Zwang zum Brot-Erwerben, keine Beziehung zum Staate – kurz, Freiheit und immer wieder Freiheit: dasselbe wunderbare und gef�hrliche Element, in welchem die griechischen Philosophen aufwachsen durften. Der Verkehr mit der Wissenschaft, wenn er durch keine h�here Maxime der Erziehung geleitet und eingeschr�nkt, sondern, nach dem Grundsatze �je mehr desto besser� nur immer mehr entfesselt wird, ist gewi� f�r die Gelehrten ebenso sch�dlich, wie der �konomische Lehrsatz des laisser faire f�r die Sittlichkeit ganzer V�lker. Es ist kein Zweifel, da� beim Herannahen solcher Perioden das Menschliche fast noch mehr in Gefahr ist als w�hrend des Einsturzes und des chaotischen Wirbels selbst, und da� die angstvolle Erwartung und die gierige Ausbeutung der Minute alle Feigheiten und selbsts�chtigen Triebe der Seele hervorlockt: w�hrend die wirkliche Not und besonders die Allgemeinheit einer gro�en Not die Menschen zu bessern und zu erw�rmen pflegt. 1st ed., 1st iss. Also: ich wollte sagen, da� die Philosophie in Deutschland es mehr und mehr zu verlernen hat, �reine Wissenschaft� zu sein: und das gerade sei das Beispiel des Menschen Schopenhauer. Auch f�r verwegen h�lt man ihn, aber er ist es nicht, ebensowenig wie das Maultier, welches den Schwindel nicht kennt. Il reste 650 exemplaires invendus le 14 mai 1875 et encore 350 le … Und das ist das Geheimnis aller Bildung: sie verleiht nicht k�nstliche Gliedma�en, w�chserne Nasen, bebrillte Augen – vielmehr ist das, was diese Gaben zu geben verm�chte, nur das Afterbild der Erziehung. �berdies steht es um die Achtbarkeit der Universit�ten viel zu seltsam, um nicht prinzipiell die Ausscheidung von Disziplinen w�nschen zu m�ssen, welche von den Akademikern selbst gering geachtet werden. Aber auch wenn uns die Zukunft nichts hoffen lie�e – unser wunderliches Dasein gerade in diesem Jetzt ermutigt uns am st�rksten, nach eignem Ma� und Gesetz zu leben: jene Unerkl�rlichkeit, da� wir gerade[288] heute leben und doch die unendliche Zeit hatten zu entstehen, da� wir nichts als ein spannenlanges Heute besitzen und in ihm zeigen sollen, warum und wozu wir gerade jetzt entstanden. F�r dessen Not hat der Gelehrte kein Herz, er redet mit scharfer kalter Stimme �ber ihn weg, und gar zu schnell zuckt er die Achsel, als �ber etwas Wunderliches und Verdrehtes, f�r das er weder Zeit noch Lust habe. Deshalb besch�ftige ich mich hier mit einer Art von M�nnern, deren Teleologie etwas �ber das Wohl eines Staates hinausweist, mit den Philosophen, und auch mit diesen nur hinsichtlich einer Welt, die wiederum von dem Staatswohle ziemlich unabh�ngig ist, der Kultur. Der moderne Staat ist nun zwar davon am weitesten entfernt, gerade die Philosophen zu Herrschern zu machen – Gottlob! Nun sehe er zu, da� er sich nicht unterjochen lasse, da� er nicht gedr�ckt und melancholisch werde. Es gibt drei Bilder des Menschen, welche unsre neuere Zeit hintereinander aufgestellt hat und aus deren Anblick die Sterblichen wohl noch f�r lange den Antrieb zu einer Verkl�rung ihres eignen Lebens nehmen werden: das ist der Mensch Rousseaus, der Mensch Goethes und endlich der Mensch Schopenhauers. Soll ich heraus sagen, was ich denke, so lautet mein Satz: der Gelehrte besteht aus einem verwickelten Geflecht sehr verschiedener Antriebe und Reize, er ist durchaus ein unreines Metall. Fritzsch) 1893. und ich �berlegte mir, was er zu den beiden Maximen der Erziehung sagen w�rde, welche in unserer Zeit im Schwange gehen. Sein Gesichtsfeld ist gew�hnlich sehr klein, und die Augen m�ssen dicht an den Gegenstand herangehalten werden. Auch bei ihm findet sich das Wissen um das Ziel der Kultur nicht. Gen�gt es dir? ... Das sagen andere Hörer zu Schopenhauer als Erzieher. – Sechstens Treue gegen ihre Lehrer und F�hrer. Jenes auch nur bestenfalls, wie bemerkt: denn bei den meisten gelehrten Arbeiten, welche Universit�tsphilosophen machen, hat ein Philolog das Gef�hl, da� sie schlecht gemacht sind, ohne wissenschaftliche Strenge und meistens mit einer hassensw�rdigen Langweiligkeit. Man mu� es mit ihr etwas kecklich und gef�hrlich nehmen: zumal man sie im schlimmsten wie im besten Falle immer verlieren wird. Denn der moderne Staat rechnet jetzt die F�rderung der Philosophie zu seinen Aufgaben und sucht zu jeder Zeit eine Anzahl Menschen mit jener �Freiheit� zu begl�cken, unter der wir die wesentlichste Bedingung zur Genesis des Philosophen verstehen. Die Wissenschaft verh�lt sich zur Weisheit wie die Tugendhaftigkeit zur Heiligung: sie ist kalt und trocken, sie hat keine Liebe und wei� nichts von einem tiefen Gef�hle des Ungen�gens und der Sehnsucht. Und wie trost- und sinnlos kann ohne diese Befreiung das Leben werden! Mein einziges, mein h�chstes Ziel ist gesunken, und ich habe keines mehr.� Ja, wann werden wieder die Menschen dergestalt Kleistisch-nat�rlich empfinden, wann lernen sie den Sinn einer Philosophie erst wieder an ihrem �heiligsten Innern� messen? Der Schopenhauersche Mensch nimmt das freiwillige Leiden der Wahrhaftigkeit auf sich, und dieses Leiden dient ihm, seinen Eigenwillen zu ert�ten und jene v�llige Umw�lzung[316] und Umkehrung seines Wesens vorzubereiten, zu der zu f�hren der eigentliche Sinn des Lebens ist. Ich erg�tze mich an der Vorstellung, da� die Menschen bald einmal das Lesen satt bekommen werden und die Schriftsteller dazu, da� der Gelehrte eines Tages sich besinnt, sein Testament macht und verordnet, sein Leichnam solle inmitten seiner B�cher, zumal seiner eignen Schriften, verbrannt werden. 3. – Ach ich merke wohl, ihr wi�t nicht, was Vereinsamung ist. Nietzsche als Erzieher. Zweitens: er zwingt die, welche er sich ausgew�hlt hat, zu einem Aufenthalt an einem bestimmten Orte, unter bestimmten Menschen, zu einer bestimmten T�tigkeit; sie sollen jeden akademischen J�ngling, der Lust dazu hat, unterrichten, und zwar t�glich, an festgesetzten Stunden. Seine Erg�tzlichkeit besteht darin, Kn�tchen in den Wissenschaften zu suchen und sie zu l�sen; wobei er sich nicht zu sehr anstrengen mag, um das Gef�hl des Spiels nicht zu verlieren. "On the Use and Abuse of History for Life", 1874 ("Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben") offers—instead of the prevailing view of "knowledge as an end in itself"—an alternative way of reading history, one where living life becomes the primary concern, along with a description of how this might improve the health of a society. Nun will ich, auf solche Einwendungen hin, so viel zugeben, da� unsere Arbeit hier gerade noch kaum begonnen hat, und da� ich, nach eignen Erfahrungen, nur eins bestimmt schon sehe und wei�: da� es m�glich ist, eine Kette von erf�llbaren Pflichten, von jenem idealen Bilde aus, dir und mir anzuh�ngen, und da� einige von uns[321] schon den Druck dieser Kette f�hlen. Aber auch die zweite Gefahr, die Schopenhauern bedrohte, ist nicht ganz selten. Wer erl�st zum Beispiel die Geschichte der griechischen Philosophen wieder von dem einschl�fernden Dunste, welchen die gelehrten, doch nicht allzu wissenschaftlichen und leider gar zu langweiligen Arbeiten Ritters, Brandis und Zellers dar�ber ausgebreitet haben? Um aber die Formel, unter der ich jenen neuen Kreis von Pflichten zusammenfassen m�chte, ohne Bedenken aussprechen zu k�nnen, bedarf ich folgender Vorbetrachtungen. Sondern Befreiung ist sie, Wegr�umung alles Unkrauts, Schuttwerks, Gew�rms, das die zarten Keime der Pflanzen antasten will, Ausstr�mung von Licht und W�rme, liebevolles Niederrauschen n�chtlichen Regens, sie ist Nachahmung und Anbetung der Natur, wo diese m�tterlich und barmherzig gesinnt ist, sie ist Vollendung der Natur, wenn sie ihren grausamen und unbarmherzigen Anf�llen vorbeugt und sie zum Guten wendet, wenn sie �ber die �u�erungen ihrer stiefm�tterlichen Gesinnung und ihres traurigen Unverstandes einen Schleier deckt. Glaubt aber jemand recht von Herzen, da� dies m�glich sei, so soll er sich nur melden; denn er verdient wahrhaftig, Professor der Philosophie an einer deutschen Universit�t, gleich Harms in Berlin, J�rgen Meyer in Bonn und Carri�re in M�nchen zu werden. Daher haben sie sogar mit gro�er Grausamkeit den Lehrsatz aufgestellt und praktisch erl�utert, da� in jeder Vereinsamung immer eine geheime Schuld liege. Ist's das letztere, so ist die Wahrheit, die wir hier sammeln, nach dem Tode nichts mehr, und alles Bestreben, ein Eigentum zu erwerben, das uns auch noch in das Grab folgt, ist vergeblich. Jener ungeheure Schwarm, welcher sich auf dem ersten Wege zu seinem Ziele dr�ngt, versteht darunter Einrichtungen und Gesetze, verm�ge deren er selbst in Ordnung aufgestellt wird und vorw�rts geht, und durch welche alle Widerspenstigen und Einsamen, alle nach h�heren und entlegneren Zielen Ausschauenden in Bann getan werden. Drittes Stück: Schopenhauer als Erzieher, Schloss-Chemnitz, Verlag von Ernst Schmeitzner, 1874.Imprimé par C. G. Naumann, le livre est tiré à 1000 exemplaires. Jeder kennt den sonderbaren Zustand, wenn sich pl�tzlich unangenehme Erinnerungen aufdr�ngen, und wir dann durch heftige Geb�rden und Laute bem�ht sind, sie uns aus dem Sinne zu schlagen: aber die Geb�rden und Laute des allgemeinen[323] Lebens lassen erraten, da� wir uns alle und immerdar in einem solchen Zustande befinden, in Furcht vor der Erinnerung und Verinnerlichung. Man fragt sich erstaunt: ist ein solches Wissen vielleicht gar nicht n�tig? Und wer je gef�hlt hat, was das in unsrer Tragelaphen-Menschheit der Gegenwart hei�en will, einmal ein ganzes, einstimmiges, in eignen Angeln h�ngendes und bewegtes, unbefangenes und ungehemmtes Naturwesen zu finden, der wird mein Gl�ck und meine Verwunderung verstehen, als ich Schopenhauer gefunden hatte: ich ahnte in ihm jenen Erzieher und Philosophen gefunden zu haben, den ich so lange suchte. Die tieferen Menschen haben zu allen Zeiten gerade deshalb Mitleiden mit den Tieren gehabt, weil sie am Leben leiden und doch nicht die Kraft besitzen, den Stachel des Leidens wider sich selbst zu kehren und ihr Dasein metaphysisch zu verstehen; ja es emp�rt im tiefsten Grunde, das sinnlose Leiden zu sehen. Schopenhauer ALS Erzieher. Mit diesem Vorhaben stellt er sich in den Kreis der Kultur; denn sie ist das Kind der Selbsterkenntnis jedes einzelnen und des Ungen�gens an sich. Die junge Seele sehe auf das Leben zur�ck mit der Frage: was hast du bis jetzt wahrhaft geliebt, was hat deine Seele hinangezogen, was hat sie beherrscht und zugleich begl�ckt? Von Zeit zu Zeit r�chen sie sich f�r ihr gewaltsames Sich-Verbergen, f�r ihre erzwungene Zur�ckhaltung. Untimely Meditations (German: Unzeitgemässe Betrachtungen), also translated as Unfashionable Observations and Thoughts Out Of Season, consists of four works by the philosopher Friedrich Nietzsche, started in 1873 and completed in 1876.. Jener erziehende Philosoph, den ich mir tr�umte, w�rde wohl nicht nur die Zentralkraft entdecken, sondern auch zu verh�ten wissen, da� sie gegen die andern Kr�fte zerst�rend wirke: vielmehr w�re die Aufgabe seiner Erziehung, wie mich d�nkte, den ganzen Menschen zu einem lebendig bewegten Sonnen- und Planetensysteme umzubilden und das Gesetz seiner h�heren Mechanik zu erkennen. Nun tritt noch der Trieb zum Widerspruch hinzu, die Pers�nlichkeit will, allen anderen entgegen, sich f�hlen und f�hlen lassen; der Kampf wird zur Lust und der pers�nliche Sieg ist das Ziel, w�hrend der Kampf um die Wahrheit nur der Vorwand ist. Deine wahren Erzieher und Bildner verraten dir, was der wahre Ursinn und Grundstoff deines Wesens ist, etwas durchaus Unerziehbares und Unbildbares, aber jedenfalls schwer Zug�ngliches, Gebundenes, Gel�hmtes: deine Erzieher verm�gen nichts zu sein als deine Befreier. Der Staat braucht die Sanktion durch die Philosophie nicht mehr, dadurch ist sie f�r ihn �berfl�ssig geworden. Denken wir uns das Auge des Philosophen auf dem Dasein ruhend: er will dessen Wert neu festsetzen. * 1874: Unzeitgemäße Betrachtungen III: Schopenhauer als Erzieher. Sie werden erbittert, diese abkr�ftigen armen Schelme, wenn man von ihrer Schw�che spricht und ihrem sch�dlichen L�gengeiste widerstrebt. – Zehntens Achtung vor den Mitgelehrten, Furcht vor ihrer Mi�achtung; seltneres, aber h�heres Motiv als das vorige, doch noch sehr h�ufig. Am wenigsten haben die eigentlichen literarischen Gegner und Widerbeller die Ehre, diese bisher verhindert zu haben, erstens weil es wenige Menschen gibt, welche es aushalten sie zu lesen, und zweitens weil sie den, welcher dies aush�lt, unmittelbar zu Schopenhauer hinf�hren; denn wer l��t sich wohl von einem Eseltreiber abhalten, ein sch�nes Pferd zu besteigen, wenn jener auch noch so sehr seinen Esel auf Unkosten des Pferdes herausstreicht? – Zweitens Scharfsichtigkeit in der N�he, verbunden mit gro�er[337] Myopie f�r die Ferne und das Allgemeine. Und zuletzt in aller Welt: was geht unsre J�nglinge die Geschichte der Philosophie an? Sobre el porvenir de nuestras escuelas (2ª ed.). This particular essay is notable for showcasing the increasingly strident elitism Nietzsche was developing inside his mind. Ach, und nichts Besseres? Dem Schauenden ist, als ob er gerade zu wachen anfinge und als ob nur noch die Wolken eines verschwebenden Traumes um ihn her spielten. Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben -- 3. Da ist es erstens die Selbstsucht der Erwerbenden, welche der Beihilfe der Kultur bedarf und ihr zum Danke daf�r wieder hilft, aber dabei freilich zugleich Ziel und Ma� vorschreiben m�chte. Sehr anders freilich als jene in ihrem Staat vergn�gten Philosophieprofessoren. Als das Band zerrei�t, der Druck nachl��t, emp�rt sich eines wider das andere. Wollt ihr denn, da� der Staat den Philosophen lieber verfolge, als da� er ihn besolde und in seinen Dienst nehme?� Ohne auf diese letzte Frage jetzt schon zu antworten, f�ge ich nur hinzu, da� diese Konzessionen der Philosophie an den Staat doch gegenw�rtig sehr weit gehen. Nein, der Genius selbst wird jetzt aufgerufen, um zu h�ren, ob dieser, die h�chste Frucht des Lebens, vielleicht das Leben �berhaupt rechtfertigen k�nne; der herrliche sch�pferische Mensch soll auf die Frage antworten: �bejahst denn du im tiefsten Herzen dieses Dasein? Zweite Auflage , 2. Man kann aber den deutschen Geist gar nicht mehr beschimpfen, als wenn man ihn behandelt, als ob er von Wachs w�re, so da� man ihm eines Tages auch die Eleganz ankneten k�nnte. Allgemein ist die Hast, weil jeder auf der Flucht vor sich selbst ist; allgemein auch das scheue Verbergen dieser Hast, weil man zufrieden scheinen will und die scharfsichtigeren Zuschauer �ber sein Elend t�uschen m�chte; allgemein das Bed�rfnis nach neuen klingenden Wort-Schellen, mit denen beh�ngt das Leben etwas L�rmend-Festliches bekommen soll. Die Unzeitgemäßen Betrachtungen bestehen aus vier Abhandlungen von Friedrich Nietzsche, die zwischen 1873 und 1876 erschienen: Erstes Stück: David Strauss, der Bekenner und der Schriftsteller, 1873; Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, 1874; Drittes Stück: Schopenhauer als Erzieher, 1874; Viertes Stück: Richard Wagner in Bayreuth, 1876. Aber schon schleichen die Nebel des fr�hen Abends, der Ton verklingt, der[312] Schritt des Wanderers knirscht; soweit er noch sehen kann, sieht er nichts als das �de und grausame Antlitz der Natur. – damit nicht an uns das gro�e Wort Goethes in Erf�llung gehe: �Der Mensch ist zu einer beschr�nkten Lage geboren; einfache, nahe, bestimmte Ziele vermag er einzusehen und er gew�hnt sich, die Mittel zu benutzen, die ihm gleich zur Hand sind; sobald er aber ins Weite kommt, wei� er weder, was er will, noch was er soll, und es ist ganz einerlei, ob er durch die Menge der Gegenst�nde zerstreut oder ob er durch die H�he und W�rde derselben au�er sich gesetzt werde. Unzeitgemäße Betrachtungen Alle 4 Bände: David Strauss der Bekenner und der Schriftsteller, Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben, Schopenhauer als Erzieher… Das bist du alles nicht, was du jetzt tust, meinst, begehrst.�. Und weil alles Neue ein Umlernen n�tig macht, so verehrt die Biederkeit, wenn es irgend angeht, die alte Meinung und wirft dem Verk�ndiger des Neuen vor, es fehle ihm der sensus recti. Und dies vor J�nglingen! David Strauß / Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben / Schopenhauer als Erzieher / Richard Wagner in Bayreuth Erstdruck der Sammlung: Leipzig (E.W. Mag der Inhalt immer so schrecklich und ernst sein, als das Problem des Daseins eben ist: bedr�ckend und qu�lend wird das Werk nur dann wirken, wenn der Halbdenker und der Halbk�nstler den Dunst ihres Ungen�gens dar�ber ausgebreitet haben; w�hrend dem Menschen nichts Fr�hlicheres und Besseres zuteil werden kann, als einem jener Siegreichen nahe zu sein, die, weil sie das Tiefste gedacht, gerade das Lebendigste lieben m�ssen und als Weise am Ende sich zum Sch�nen neigen.

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